Rosario

Buenos Aires , du Nacht meiner schlaflosen Träume, ich verlasse dich aber ich komme wieder! Der Name ist nämlich nicht Programm, die Luft in B.A. ist wirklich extrem schlecht das merkt man erst so richtig wenn man mal rauskommt! Rosario ist jedenfalls viel kleiner und ruhiger, liegt an einem Flußdelta mit vielen kleinen Inseln mit Stränden etc.

Trotzdem ziemlich wenig Touristen, interessanterweise waren von den wenigen Nichtargentinieren in meinem Hostel 2 Wienerinnen dabei.

Ich hab mich aber mehr an die Argentinier gehalten, die versteh ich auch besser. Ein crazy Chilene war auch dabei, aber der war crazy.

Gereist bin ich jedenfalls gemeinsam mit einem Deutschen Compadre namens Pablo, ein schlauer Junge der erst beim Thema Bier so richtig in Fahrt kommt. Auf jeden Fall sehr unkompliziert und unterhaltsam.

Der Hostelchef war ein etwa Mitte-Ende 50 jähriger Pothead, ein sehr gemütlicher Mensch wie man sich vorstellen kann.

Eines Abends war weggehen angesagt, ich stelle mich an in einer 2 Block langen Schlange zum Club und wundere mich in welchem Film ich gelandet bin, denn es stehen außer mir und Pablo keine Männer in dieser Schlange. Das hat uns aber nicht weiter zum Nachdenken gebracht, wir dachten nur, Überschuss an Frauen ,logisch, warum auch nicht, schließlich sind Frauen in Mode.

Dann aber der Schlag ins Gesicht, die Realität ist Männer und Frauen werden getrennt eingelassen weil es sonst zu viele Probleme gibt (nebenbei bewegt sich die Frauenschlange wesentlich schneller). Also ab in die Männerschlange, eine hässliche Würgepythonklapperbrillenschlange. Aber sehr hässlich.


Schließlich im Club, ganz spaßig, ein bißchen verrückt, Frauen stellen sich hin warten darauf angesprochen zu werden, und zwar so plump wie möglich, Soziologisch gesehen sehr interessant. Ich muss mich noch gewöhnen an die leicht machistischen Ansätze.

 

Schlafen im Hostel war jedenfalls schwer, Party bis in die Morgenstunden, dann 2-3 Stunden Ruhe bis es wieder lautstark losgeht. Also war der Task tagsüber oft einen Schlafplatz in der Stadt oder am Strand zu finden, aber ein nicht ganz unangenehmer Lebenswandel.

Eine zutiefst Patriotische Stadt ist dieses Rosario. Sie haben ein riesiges Denkmal für den Flaggenerfinder, der aus dieser Stadt kommt (wie auch che guevara, der aber kaum aufscheint). Das ganze erinnert ein bißchen an Prunkbauten aus dem 3. Reich, mit Griechischen Mythosfiguren, heroischen Symbolen, und übertriebenen Proportionen.

Jetzt bin ich jedenfalls Back to Buenos und das ist auch angenehm, in der eigenen Wohnung. Aber das finde ich angenehm. st mir auch nicht unangenehm.In der Wohnung.

12.3.08 22:59

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL