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Reisna

Kein Papier. Kein Tagebuch. Keine Gehirnspeicherkapazitaeten. Kein "ae" am keyboard! Internet muss herhalten. Sonst geht alles verloren. Geht sowieso verloren. Aber zuerst werd ichs noch mal festhalten, bevor ichs verliere. Sonst ists ja Absicht.

Am Flughafen angekommen finde ich ein halb leeres Flugzeug. 3 Sitze fuer mich, Himmel! Ich fliege nach Rio Gallegos, der Stadt in die man staendig fliegen muss wenn man im Sueden wo hinwill aber in die eigentlich niemand will. Am Flughafen angekommen hab ich gleich die einzigen anderen backpacker in eine Ecke getrieben und mich mittels karabiner drangehaengt. Es waren spanier, doch sie wollten es nicht zugeben! Als Katalanier haben sie sich bezeichnet. Das sollte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein, seit sie mir das Stueck Brot geschenkt haben lasse ich kein Auge mehr von den beiden, da muss noch mehr Brot sein, da wo das her kommt. Was haben sie nochmal gesagt? Cerealiana? Ich muss mir das aufschreiben. Kein Papier. Tatoo. Was solls da siehts eh keiner. Der Bus von Rio Gallegos braucht 12 Stunden, Zeit die aber sehr schnell vergeht wenn der Busfahrer ein und die selbe Folklore CD rauf und runter rennen laesst, und mit den leckeren cellufan-Sandwhiches die man hier bekommt. zusaetlich noch einen Becher voll mit schlickartiger Moechtegern-Limonade! Mein Fenster ist beschlagen und sehr dreckig, nichts zu sehen!

Ankommen ist um so schoener wenn die Reise muehsam ist. 4 Checkpoints hats gegeben, Gepaeckkontrolle und hundestaffel.

Das Hostel ist klein und verrueckt aber fuehlt sich gut an, es gibt eine gitarre und das langsamste Internet der Welt! Die erste Nacht schlafe ich gut, nach all der Busserei! einerlei, frueh auf und mit den Spano-Kanelloniern in den Nationalpark, wir nehmen die schwere lange Rute, die Luft ist sensationell frisch, und die Umgebung spektakulaer! Trekking macht mir Spass, so ziemlich zum ersten mal in meinem Leben. Am Abend gehen wir aus, und am naechsten Tag gehts wieder frueh los. Trekking mit sogenannten Raquetas, aber so schnell waren diese Schuhe dann gar nicht, keine Ahnung wie sich die Dinger nennen, generell sind sie dazu da dass man nicht im schnee einsinkt! 5 Stunden Vollgas, Aber immer mit der Perspektive eines tollen Essens im Geiste das uns erwartet wenn wir zurueckkommen, falls wir zurueckkommen. Die Tour ist super anstrengend, Klettern duch den Wald ,aber es zahlt sich aus, ein gefrorener Wasserfall als endpunkt, und der rueckweg ist immer bergab!

Das verdiente Essen schmeckt am besten, Und die Fasmilie die uns bekocht und uns durch die berge gefuehrt hat ist unglaublich freundlich, am schluss laden sie uns in eine Bar ein und geben das ganze geld was wir fuer die Tour bezahlt haben wieder aus. Danach gehen wir wieder aus! Ushuaia ist klein, schon kennt man sich und kennt alle Orte. Ich und die Espanolo-Kantanten touren durch die Nacht. Eine Uhr habe ich nicht, die Sonne steht immer wenn ich schlafen gehe. Tags darauf Ruhetag, ausschlafen und kochen und im sich im Hostel breit machen ist angesagt. Am abend wie kann es anders sein zwingen mich die Kalamari-Spanier wieder auszugehen, denn um 5 in der frueh machen sie sich auf den Weg und ich bleibe noch eine Weile! Ich habe viel Zeit! Heute werde ich es ruhig angehen! Ohne die Krakauer-Spagnesen muss ich vielleicht sogar nicht ausgehen! Mal sehen! Soweit meine Erinnerungsstuetze ,wers liest ist selber schuld!

and it goes on!

In ushuaia hab ich nach dem Iberischem Abgang noch einige Zeit verbracht, hauptsaechlich mit 2 Brasilianerinnen und 2 Deutschen, eine Boottour durch den Beagle-Kanal einmal Hundeschlittentour und ein paar gescheiterte Versuche eine Impfung fuer Bolivien zu ergattern stehen zu Buche, und natuerlich ausgehn das eine oder andere mal, bis ich endlich den Bus in die Freiheit ergattere (gab nur 3 Busse die Woche) Im Bus traf ich dann auf altbekannte Gesichter, so wie staendig in diesem Kaff namens Suedamerika! 2 Irinnen und ein Australier die ich bei der Schlittentour kennengelernt habe sollten mich in Calafate begleiten! Am ersten Tag haben wir gleich den Bus zu dem beruehmten Gletscher ( perrito moreno)verpasst, um uns schliesslich ein Taxi dorthin zu teilen. Der Lohn: Alleine auf weiter Flur und ein ulaubliches Panorama. Bilder folgen irgendwann ;D
Von da an bin ich mit dem Australier alleine in die Geisterstadt el chalten um 2 Tage ein bisschen Berg zu steigen, und wieder einige beeindruckende Dinge zu sehen.

ich mache einen Zeitsprung mich langweilt der tag dazwischen.

ich habe endlich wieder einen Feind, er heisst marteen, und ist hollaender. wir trekken durch den Nationalpark u die Wette, am schluss war es sogar laufen. Da dicker gleich schneller bedeutet lassen wir alle anderen der Gruppe taeglich kilometer hinter uns.

dieser miese hollaender schlaegt mich doch am entscheidenden tag 3, aus gegenseitiger angst lassen wir das rennen an tag 4 bleiben. mir bleibt nur silber und schmerzen in den fuessen. elenede hollaender. aber ein episches Duell, mit unglaublichen weltrekords-bestzeiten. und viel gewinner sowie verlierer-bier danach!

jetzt hab ich mich wieder von der grossen gruppe getrennt und bin auf zwischenstop in bariloche einer skistadt, und dann gehts auf in den waermeren Norden, mir reichts mit dem polaren Wetter! Ab in den Norden!