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verrücken verrückter Barrieren

Oh du fröhlicher Moment, ich widme mich wieder mal einem meiner Lieblingsthemas: dem Weihnachtsfest. Ich befinde mich also im Spaziergang durch die Straßen und sehe all diese Dinge,die die Menschen aufhängen, weil es wieder einmal "Zeit ist", und ich kann mich dem Gedanken nicht erwähren, dass es eigentlich vollkommen willkürlich und verrückt ist. Was ich dabei vergesse ist, dass das ganze Leben aus normativen Grenzen besteht, vor denen ich mich nicht vollständig verschließen kann,deren Sinn ich aber auch nicht immer erkennen kann. Nun kann ich versuchen alle diese Grenzen zu ignorieren, den Kalender, der mir sagt wann ich etwas zu feiern habe, oder die Uhr, die mir sagt wann ich wo zu sein habe. So sehr wir uns auch selbst aussuchen was wir machen, wir haben alle bestimmte Termine, von denen wir uns gezwungen fühlen sie wahrzunehmen. SO sehr ich mich auch gewehrt habe gegen ein Fest dessen Bedeutung ich zwar kenne, die für mich aber keinen Wert hat, weil sie einem Glauben entspringt den ich nicht teile, ich konte mich nie völlig davor verschließen. Ich kann sehr wohl die Bandbreite des Einflußes bestimmen, aber es hat definitiv einen auf mich. Es gibt im Leben tausende solcher unbeeinflußbarer Normative, viele hinterfragen wir gar nicht. Und ich will es auch nicht mehr in der Art tun in der ich es getan habe. Weihnachten war immer eines aus meiner persönlichen "Hinterfragungs-selektion", und es ist falsch nur wenige Dinge herauszupicken und sie zu kritisieren. Es ist besser sie positiv zu besetzen, jemandem zum Anlass eine Freude machen zu dürfen. Solange man ein Normativ positiv besetzen kann besitzt es Gültigkeit und soll bestehen dürfen. Ich sage ja zu Weihnachten, heuer und in Zukunft. Die allgemeine Kritik eines Materialistischen Festes will ich so nicht mehr anerkennen, weil nicht Materialismus ein Abbild von Weihnachten,sondern Weihnachten ein Abbild des Materialismus ist. Weihnachten ist  nur einer der entarteten Ziehsöhne dieses Wahns . Wenn ich also die Theorie meines vorigen Beitrages anwende, darf ich nicht gegen Normative wie Weihnachten kämpfen, sondern sie genießen und nützen um etwas nettes für jemand anderen zu machen.